ich bin systemischer Coach

Ach herrjeh, hatte ich gedacht, es nicht mehr hören zu müssen, hab ich heute festgestellt, dass das anscheinend jetzt die neue Mode ist 😉 Man ist nicht mehr „nur“ Coach – man ist jetzt „systemischer Coach“ – und das oftmals nach ein paar Wochenenden mit TrainerInnen, die selbst nicht wissen, was sie eigentlich tun.

Wertend und abfällig?

Ja – ist so.

Vor Jahren waren es Familienaufstellungen, was damals grad in Mode kam – und wo jede/r auf einmal Aufstellungen anbot – in unterschiedlichsten Kontexten – bis dahin, dass sie aufstellten, was sie mittags essen sollten. Sorry, aber sowas kann ich nicht ernst nehmen. Und jetzt sind die systemischen Coaches die neuen Aufsteller – klingt allerdings nach mehr als damals 😉

Ja, auch ich bin systemischer Coach – seit mehr als 15 Jahren – ich hatte damals eine mehrjährige Ausbildung absolviert – ich habe jahrelang in unterschiedlichsten Bereichen gecoacht – und sollte mir jetzt von irgendwem, der grad mal ein Seminar beendet hat – „vorwerfen“ lassen, dass er/sie ja „systemischer Coach“ sei und deshalb genau wüsste, was ich brauchen würde, wenn ichs mir zugestehen täte.

Achja, meine grundlegende Defintion von Coach:

Jemand, der anderen Menschen – die ihm um Hilfe bitten – Tipps gibt, sie/ihn an der Hand nimmt – und ein Stück dessen Weges begleitet.

Grundregel Nummer 1:

Kein Coaching ohne Auftrag

Von daher – nein – wenn wer kommt und mir sagt, was ich falsch mache, ist das kein Coach, sondern ein besserwissender Klugscheisser, der sich wichtig machen will – nicht mehr und nicht weniger.

Ich hatte schon öfter Bekannte, die dachten, mir gute RatSchläge erteilen zu müssen – danke, brauch ich nicht – ich habe zwar nur einige wenige wirkliche FreundInnen – und die teilweise schon jahrelang – aber sobald wer glaubt, mich ungefragte „be.raten“ zu müssen, sind sie es meist nicht mehr – zumindest nicht mehr lange.

Ich habe meine eigenen Coaches – angefangen von meinem Masseur, der zwar zu Jahresende aufhört mit Massage, aber der trotzdem weiterhin als mein Coach zur Verfügung steht – bis hin zu drei langjährigen Kollegen, denen ich vertraue und denen ich mich auch anvertrauen kann.

Nein, mehr sind es nicht – und ja, fällt mir grad auf, sind alles Männer – ich habs anscheinend nicht so mit Frauen im Coachingbereich. Frauen begleiten mich eher als Trainerinnen – Menschen, von denen – und bei denen – ich etwas für – und über – mich als Frau lernen kann. Spannende Erkenntnis so nebenbei – als Trainerin gabs immer Frauen, die mich weiter brachten – Coaches sind Männer in meinem Leben.

Systemisch

Ich persönlich habe eine Ausbildung zur Aufstellungsleiterin nach SDI® absolviert – habe seither nicht nur an zahlreichen Aufstellungen von KollegInnen teilgenommen – sondern auch zahlreiche eigene Familienaufstellungen, Orgaisationsaufstellungen und auch Strukturaufstellungen geleitet – und eine eigene Art der Zentrenaufstellungen kreiert.

Mir ist bewusst, dass wir alle jeweils in unterschiedlichen Systemen leben und uns den jeweiligen Systemdynamiken stellen müssen – nein, wir müssen uns nicht anpassen – wir können wählen, in welchem System wir uns wohlfühlen – welches System – nein, welche Systeme – wir als unsere(s) anerkennen – in welchen Systemen wir uns wohlfühlen.

Ich fühle mich z.B. nicht wohl, wenn jemand ständig sagen muss, wie gut und toll sie/er sei – um sich dadurch besser zu fühlen – egal, ob das jetzt eben „systemischer Coach“ – oder auch „Profi“ – oder auch „Hexe“ ist. Nur, weil jemand behauptet, etwas zu sein, heißt das für mich nicht zwangsläufig, dass sie/er das auch wirklich ist.

Ja, wir leben in Österreich – viele von uns stehen sichs auf Titel – egal, welcher Art – ich nicht unbedingt 😉

Wobei, wenn wir schon dabei sind 😉

und ich habe mich spezialisiert auf – Menschen mit besonderen Bedürfnissen – in unterschiedlichsten Bereichen und zu unterschiedlichsten Thematiken. Ja, ich bin auch Trainerin, mit unterschiedlichen Zertifikaten:

  • ich bin Trainerin nach GLT
  • ich bin Suggestopädin
  • ich habe die Ausbildung zur systemischen NLP Trainerin absolviert

und darüber hinaus auch

  • diplomierte Lebens- und Sozialberaterin

als Analysetools verwende ich

  • Human Design Matrix
  • symbolpsychologische Geburtsdatenalyse
  • Genogramme und systemische Zugangshinweise

und es gibt die rein spirtiuelle Schiene, wie z.B.:

  • Reiki
  • Huna
  • Ceteem EnerQi

aber hauptsächlich bin ich

  • Mensch

und in dieser Funktion lebe ich – ich habe es nicht nötig, ständig zu beteuern, wie toll ich doch wäre.

Ich habs hier geschrieben – und es steht in meinem Lebenslauf – und wenn mich wer nachhaltig nervt, dann drehe ich schon auch mal auf – aber im Großen und Ganzen bin ich eher friedlich und darauf bedacht, meinem Gegenüber zuzuhören – zu verstehen, was sie/er braucht – und mit ihr/ihm danach Wege zu besprechen, die für die jeweilige Person passen.

Das ist das, was ich unter COACH verstehe – anderen Menschen dabei zu helfen, zu sich selbst zu finden – mit unterschiedlichen Methoden und Wegen – 8ihnen zu helfen – sie zu unterstützen – sie für eine Zeit auf ihrem Weg beg.leiten. Aktuell mache ich Urlaub – aber ich werde in den nächsten Monaten all das vereinen zu (m)einem grossen Ganzen.


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