Planung, Struktur und Ordnung

Mir ist grad was Witziges aufgefallen = Selbsterkenntnis 😉

Wenn ich mit Anderen im Team zusammen arbeite, sind mir Planung, Struktur und Ordnung wichtig – also mehr als nur ein roter Faden. In einigen meiner Jobs gab es zwar grobe Vorgaben, aber keine detaillierte Planung und Organisation – also hab ich das übernommen – und eben eine gewisse Ordnung rein gebracht.

Es war mir auch wichtig, dass keine „leeren Kilometer“ gemacht wurden, d.h., dass nicht mehrere das Gleiche machten, wenns nur einmal gemacht werden musste – das meine ich mit Struktur – jede und jeder hat ihre/seine Aufgaben, die es zu erledigen gilt – und es sollte auch eine entsprechende Vertretung geregelt werden.

Wobei ich da auch oft dann selbst etwas gemacht hatte, um sicher sein zu können, dass es gemacht wird. Ich denke da jetzt vor allem an einen meiner letzten Jobs – weil in dem davor war ich sowieso nur ne One Woman Show – da hatte ich globale Anweisungen und musste sowieso alles selbst organisieren und planen.

Ich war Mitglied einer Online Plattform und betreute ein eigenes kleines Team. Im Sommer 2014 gab es eine sogenannte Sommerpause und ich bekam keine Antworten auf meine Fragen. Ich schrieb letztenldich 2x wöchentlich Mails an den Support, weil ich für den Neubeginn vorbereitet sein wollte – und auch meine KollegInnen entsprechend briefen wollte.

Nach einem Monat wurde ich zornig und schrieb den Geschäftsführer direkt an – ich stellte ihm die gesammelten Fragen – und schrieb ihm auch ganz direkt, dass es „SO“ nicht weiter geht – das war keine Kommunikation – das war keine Betreuung der Mitglieder – das wäre deren eigenes Todesurteil gewesen.

Mitte September sollte der Neustart sein – am Vortag der Wiedereröffnung fragte er mich um meine Zugangsdaten – weil er mich für den Support freischalten lassen wollte.

Ich fragte dann nach, mit wem ich zusammen arbeiten werde und was konkret meine Aufgaben sein werden – und als Antwort kam – „Du bist der Support. Schau mal, was du tun kannst und nächstes Wochenende besprechen wir dann direkt, was du brauchst und wie wir weiter machen können.“

Beim Treffen am darauffolgenden Wochenende kam dann zur Begrüssung – „Ich hatte gehofft, dass du bis Weihnachten sowas wie ne Struktur rein bekommst, aber du hast das jetzt eigentlich schon in dieser Woche geschafft.“

Ich schaffte in den darauf folgenden Jahren noch viel mehr – trotz fallweiser fehlender Kommunikation – seitens Geschäftsleitung und IT – aber letztendlich organisierte ich mich so, dass ich es neben meinem Hauptjob trotzdem gut auf die Reihe bekam.

So weit, so gut.

Dann gibt es die andere Seite – meine jahrelange Selbständigkeit, die ich ja auch wieder aufleben lassen will und werde. Da sah ich mich eher immer so als Art „Feuerwehr“ – die löschen kam, wenn es irgendwo brannte – da gab es eigentlich nie Struktur und Ordnung in obigem Sinn – sondern ich stand mehr oder weniger „auf Abruf bereit“, wenn meine KundInnen ein Problem hatten.

Es gab in dem Sinn nie eine Zeiteinteilung – weil sie sowieso nicht einzuhalten gewesen wäre – ich stellte immer die Bedürfnisse meiner KundInnen im Beratungs- und Coachingbereich in den Vordergrund – und für meine eigene Arbeit nutzte ich die Zwischenzeiten.

Ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass ich mit Zeitplaner hantiere – also so meinen täglichen Arbeitsablauf planen – mit tägliche Ziele setzen – und die dann auch genau so durchziehen – wäre mir viel zu mühsam – zu zeitaufwendig – und auch zu stressig, weil ich ständig etwas umplanen müsste.

Auch bei meinen Büchern bin ich eher die Ausnahme von der Regel. Viele lernen das Schreiben – den Aufbau von Büchern – wie man ein Buch strukturiert – die Kapitelfolge – die Detailplanung – danach kommt dann die Umsetzung – Kapitel für Kapitel wird geschrieben.

Das geht gar nicht – für mich – wobei ich dazu sagen muss, ich hab bis jetzt eigentlich nur Sachbücher geschrieben – aber auch da war es so, dass ich einen groben Plan hatte, worüber ich schreiben möchte – und eine sehr großzügigen Plan, welche Kapitel rein kommen – aber dann begann ich irgendwo zu schreiben – eigentlich in jedem Buch.

Ich schrieb an einem Kapitel – dann fiel mir zu einem anderen was ein – und bevor ichs vergas – oder mir Notizen machen musste – hab ich dann einfach beim anderen Kapitel weiter geschrieben – und bin danach zum vorigen zurück gekehrt.

Mach ich jetzt auch mit meinen Blogs – ich schreib immer in dem, was mir grad einfällt – und wo es dazu passt – und am Schluss lege ich die Reihenfolge fest, wie – und wann – die Beiträge veröffentlich werden.

Was ich damit sagen möchte:

Kann sein, dass es dir ähnlich ergeht – dass du in einem Bereich deines Lebens komplett andere Prioritäten hast als in einem anderen. Wichtig ist nicht, dass du dich verbiegst und glaubst, alles immer organisieren und planen zu müssen – wenn es einen Bereich gibt, wo es anders ist – und auch funktioniert – dann gestehe es dir einfach zu, dass es dort eben etwas chaotischer zugeht als in anderen 😉

Das Beitragsbild ist eine Kombination der Mandalas Struktur & Ordnung aus Ceteem® EnerQi © ChrisTina Maywald


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