Menschen verändern

Ich sags gleich – geht einfach nicht – nicht bei anderen Menschen – nicht auf Dauer.

Doch – einen einzigen Menschen kannst du ver.ändern – DICH – musst du zwar nicht – aber wennst magst, dann tus – und steh dazu.

Ich habs ja nicht so damit, dass ich irgendwen anderen ver.ändern möchte – ich halte es seit Jahren so, dass ich jeden Menschen so akzeptiere wie er/sie ist.

Ich gestatte mir allerdings auch die Freiheit, nicht mit allen Menschen zu können – nicht alle Menschen zu lieben – und mich von jenen, die mir nicht gut tun – einfach zu trennen – und einen ganz anderen Weg einzuschlagen.

Ist so – manchmal werden FreundInnen wieder mal nachhaltig weniger – weil ich mich wieder in irgend eine Richtung ver.ändere, die ein neues Umfeld nötig machen. Im Prinzip hat meine letzte VerÄnderung vor über einen Jahr begonnen – hat sich heraus kristallisiert, wer gehen wird – und wer mich weiter begleitet.

Es sind grad nur einige wenige, die einen fixen Platz in meinem Leben haben – ein paar ganz alte FreundInnen haben sich entfernt – ein paar Bekannte sind zu guten FreundInnen geworden – und ansonsten isses einfach voll schön, mich mit Menschen zu umgeben, die mir ähnlich sind.

Warum kannst du niemand anderen ver.ändern?

Also nicht, wenn sie/er es nicht wirklich und aus ganzem Herzen auch selbst möchte?

Weils einfach nicht funktioniert. Nehmen wir einen Alkoholiker – kannst auch jede andere Sucht einsetzen – solange er nicht das dringende Bedürfnis hat, diesen seinen Zustand zu ver.ändern – wird es – auf Dauer auch nichts bringen.

Ich war mal mit einem zusammen – kurz – nach 2 Monaten versprach er mir das Blaue vom Himmel – er würde aufhören – für mich. Funktionierte genau 3 Wochen – dann hatte er wieder einen Vollrausch – und verstand es auch nicht, dass dies für mich das Ende der Beziehung war.

Wobei – es ging auch gar nicht ums Trinken – ich hatte ihm gesagt, ich will ihn dann nüchtern, wenn wir gemeinsam unterwegs sind – und ich werde nicht mit ihm schlafen, wenn er dicht ist. Ich fand, war ne klare Ansage.

Zu seinem Geburtstag war er schon mittags so betrunken, dass ihm nichts mehr bewusst war – ich hatte ihm versprochen, ihn zum Essen einzuladen – tat ich dann auch – obwohl ichs anders kommuniziert hatte – also von wegen – nüchtern, wenn wir gemeinsam unterwegs sind.

Aber ich hab ihm nach dem Essen bei ihm zu Hause abgeladen und fuhr nach Hause – war auch klar kommuniziert – kein Sex, wenn er betrunken ist. Vielleicht hätte ich sogar über den einen Ausrutscher hinweg sehen können – wären danach nicht Schimpftiraden gekommen – und danach Liebeserklärungen und EntSchuldigungen.

Sorry, brauch ich nicht – wenn sich jemand nicht zu benehmen weiß, dann tuts mir zwar vielleicht leid um den besten Sex meines Lebens – aber dieser hat jetzt nicht einen so grossen Stellenwert, dass ich so ein Verhalten in Kauf nehmen würde.

Ich habs auch immer wieder in den Trainings mit Langzeitarbeitslosen gesehen – solange sie in Süchten verhaftet waren, gab es keine Chance, dass sie da wieder raus kamen – im Gegenteil – jeder Versuch, auszubrechen führte in eine noch tiefere Abhängigkeit.

Bei einigen ganz wenigen war es möglich – aber sie mussten aus dem bisherigen Umfeld raus – ganz weg für geraume Zeit – um ihr Leben neu auf die Reihe zu bekommen. Und auch davon haben es nicht alle geschafft, wirklich raus zu kommen.

Aber bei allen kam der Impuls von ihnen selbst – wir begleiteten sie nur unterstützend – und botenihnen ein Sicherheitsnetz, wenn sie abzustürtzen drohten, indem wir für sie da waren – und mit ihnen stundenlange Gespräche führten.

ber jeder Mensch kann sich selbst verändern – wenn er/sie es wirklich will.

Ich war in meiner Schulzeit eher das schüchterne, unscheinbare, graue Mäuschen, dass sich nichts sagen wagte. Referate waren ein Gräuel – und seit 1993 bin ich Trainerin – vorab im Bereich MS Office, Internet und WebDesign, speziell Blogs – aber auch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und einige energetische Richtungen.

Manchmal passiert so eine starke VerÄnderung unbewusst – manchmal macht man es auch ganz bewusst – aber es kann immer nur von sich ausgehen. Ich werde nie den geschockten Blick meines Deutschprofessors vergessen, als ich ihm sagte, dass ich Trainerin bin – seine ReAktion:

„Nein – nicht du – alle anderen aus deiner Klasse – alle anderen aus deinem Jahrgang – aber nicht du.“

Es war eins der schönsten Komplimente, welches ich je erhielt – für mich.

Beitragsbild © Pixabay

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.