warten oder tun?

Heute gab es in einer der Facebookgruppen die Frage

…… wartest du oder unternimmst du etwas, um ……..

und ich habe kommentiert mit – ich warte noch.

Und es fühlte sich gut und stimmig an – ich mache noch Winterschlaf – gönne meinem Körper Ruhe, damit er sich endlich erholen kann – von einem teilweise heftigen Arbeitsleben – während dessen mir immer meine Arbeit und das Wohlergehen meiner KollegInnen und Schutzbefohlenen wichtiger war als mein eigenes.

Nicht nur, dass ichs mir zugstehe, dass ichs verdient habe, mal nicht ständig irgendwas zu tun – nicht ständig Neues zu er.schaffen und zu kreieren – mein Körper hat auch nachhaltig danach verlangt.

Hatte er schon öfter – 2015 war es die Gürtelrose – 2017 Borreliose – im Vorjahr dann der Wespenstich und noch einmal Borreliose – dazwischen oftmals und heftige Migräneattacken, die ich nicht „auslag“, sonder immer wieder viel zu früh wieder arbeiten ging – in allen Fällen.

Und ich hatte meinem Körper versprochen, sobald ich in Pension bin, darf er mal Winterschlaf halten – solange er möchte – naja, solang mir nicht fad dabei wird. Ich gebs zu, zu Beginn kostete es mich fallweise Überwindung – bzw. hatte ich ein schlechtes Gewissen.

Warum eigentlich? Ich leb alleine. Es kann jedem anderen Menschen nicht nur gleich.gültig, sondern schlichtweg egal sein, ob das Geschirr abgewaschen ist – der Teppich gesaugt – oder der Boden aufgewaschen.

Es geht niemanden etwas an – und damit meine ich niemanden.

Ja – da sind noch die Worte meiner ehemaligen Freundin, die immer wieder hochkommen und mir die Laune verderben – könntest du nicht mal was von dem Zeug wegschmeissen (naja, sie sagte Klumpat – zu den Dingen, die ich von meinem Vater geerbt und noch nicht sortiert hatte, weil ich das dann jetzt irgendwann mal mache, da ich in Pension bin) – oder auch – da könntest aber auch ne richtige Terrasse anlegen.

Eigentlich hab ich die Worte meiner Mutter im Kopf – das passt so nicht – und jenes ist nicht richtig – wobei – wenn ich ehrlich bin, muss ich mir eingestehen – dass das, was sie als richtig und falsch bezeichnet hatte, nichts ist, an dem ich mir wirklich und ernsthaft ein Beispiel nehmen möchte.

Aber auch das ist mit ein Grund für meinen Winterschlaf – und du merkst es auch hier – und in den anderen Blogs – ich arbeite viele Dinge auf, für die ich mir früher nie die Zeit nahm. Also die grossen Baustellen hatte ich – bis auf eine – eigentlich alle irgendwie erledigt – aber jetzt sind die kleinen Dinge dran – eben das schlechte Gewissen, wenn ich im Bett liegen bleibe, statt den Abwasch zu erledigen.

Was ich dir damit sagen möchte – es gibt Zeiten, in denen man tun sollte – und jene, in denen man einfach lam nichts tun sollte. Ich hab mir von zweiteren viel zu wenig genommen während meines aktiven Arbietslebens – aber ich bin auf einem guten Weg, einiges davon nachzuholen 😉

Gönn dir Zeit für dich und deine Seele – aber dazwischen solltest du auch irgendwas tun und er.schaffen – finde deine Mitte – dein gesundes Maß an Aktivitäten und Ruhe.

Gibt Menschen, die nie etwas tun – und ebenjene, dies ständig am tun sind – beides ist nicht gut – also finde dein Mittelmaß.

Beitragsbild © Pixabay


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